Behind the Brand - Kommunale Betriebe Langen
Mehr als Mülltonnen leeren
Wir haben so viele tolle Firmen bei uns in Hessen. Einige davon stellen wir dir mal genauer vor. Was machen die? Wo gibt’s noch Jobs? Und was muss ich dafür mitbringen?
Ohne die Kommunalen Betriebe Langen (KBL) würde in der Stadt wahrscheinlich ganz schön schnell das Chaos ausbrechen: Müllberge an jeder Ecke, zugewucherte Grünflächen und spiegelglatte Gehwege im Winter. Genau dafür sind die KBL da – jeden Tag, das ganze Jahr über. „Die kommunalen Betriebe sind sehr wichtig, um die Stadt sauber zu halten“, sagt die Technische Leiterin Sandra. Und Bauhofleiter Sven bringt die Bedeutung noch direkter auf den Punkt: „Die kommunalen Betriebe sichern das Leben und auch das Bestehen der Stadt an sich, dass kein Müll rumliegt, dass alles funktioniert, dass wir leben können.“ Die KBL halten Langen 365 Tage im Jahr am Laufen – mit einem Team, das oft im Hintergrund arbeitet, dessen Wirkung aber überall sichtbar ist.
Wir stellen die KBL bei „Behind the Brand“ genauer vor.
Die Kommunalen Betriebe Langen
Wer bei „kommunaler Betrieb“ alleine an Mülltonnen denkt, unterschätzt das Team gewaltig. Die KBL sind ein kommunaler Dienstleister mit erstaunlich breitem Aufgabenspektrum. „Die kommunalen Betriebe unterteilen sich in mehrere Bereiche. Dazu gehört unter anderem der Bauhof mit der Grünpflege, das Kanalnetz, Instandhaltung von Kindergärten und Spielplätzen, wo wir Kontrollen machen etc. Aber auch die Stadtreinigung, Kehrmaschinen und so weiter“, sagt Sven, Leiter des Bauhofs. Die Technische Leiterin Sandra ergänzt den Blick auf die Gesamtstruktur: „Wir kümmern uns unter anderem um die Wertstoffentsorgung oder auch um den Friedhof. Außerdem haben wir unter anderem einen Ingenieurbereich, der sich um die Hochbauten der Stadt Langen kümmert.“ Damit reicht das Spektrum der KBL von Entwässerung, Straßenbeleuchtung, Müllabfuhr und Grünpflege bis zur Instandhaltung städtischer Gebäude, zur Pflege von Spiel- und Sportplätzen und zur Begleitung von Bauprojekten.
In nackten Zahlen kommt da einiges zusammen: Die KBL entsorgen täglich rund 30 Tonnen Abfall für mehr als 50.000 Menschen aus Langen und Egelsbach, leeren 290 Papierkörbe und halten wöchentlich 70 Kilometer Straßen und Gehwege sauber. Im Winter müssen 115 Kilometer Straßen und 120 Bushaltestellen eisfrei gehalten werden – dafür stehen unter anderem Unimogs, Traktoren und ein ganzer Streufahrzeug-Fuhrpark bereit. Dazu kommen 185.000 Quadratmeter Grünflächen zum Mähen, 25 Spielplätze und 12 Kitas, die gepflegt und sicher gehalten werden, sowie 121 Kilometer Kanalnetz, um die sich die Entwässerungs-Crew kümmert.
Warum diese Arbeit so wichtig ist, zeigt sich für die Menschen in Langen ganz direkt im Alltag: „Wenn man Kinder hat, dass die Spielplätze in Ordnung sind, dass sie da keine Angst haben müssen, dass ihre Kinder verunfallen“, sagt Sandra. Und Sven verweist auf den sichtbaren Nutzen vor Ort: „Wenn die Grünpflege in der Stadt unterwegs ist, der Rasen wieder neu geschnitten ist, die Bäume gegossen werden, dann ist das für die Menschen ja auch ein Mehrwert.“
Dein Weg zur KBL: Ausbildung & Karriere
Bei der KBL werden regelmäßig Stellen in Bereichen wie Grünpflege, Hochbau, Tiefbau, technisches Facility Management, Entwässerung, Friedhof und Müllabfuhr besetzt. „Wir haben in vielen Bereichen Betätigungsfelder“, sagt Sandra. „In der Grünpflege gibt es die Gärtnerstellen, da kann man die städtischen Flächen bearbeiten, begrünen, man kann Pflanzen miteinander kombinieren, dass es schöne Eingangsstellen für die Stadt gibt.“ Gleichzeitig reicht das Angebot bis in hochqualifizierte technische Berufe hinein: „Dann gibt es im Bereich des Hochbaus mit Ingenieurstellen, die sehr attraktiv sind, kleine Teams und flache Hierarchien, man kann sich entwickeln, man hat viele Gestaltungsmöglichkeiten.“ Zur Karriereseite der KBL
Attraktiver Arbeitgeber mit vielen Benefits
Bezahlt wird nach dem Tarif TVöD – dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, der klare Regeln für Gehalt, Urlaub und Arbeitszeit vorgibt und schon während der Ausbildung ein sicheres Einkommen ermöglicht. Hinzu kommen zahlreiche Zusatzleistungen. „Wir haben dieses Premium-Job-Ticket, in dem man hessenweit umsonst mit dem Zug fahren kann. Am Wochenende kann man dann die Familie mitnehmen, kostenfrei“, sagt Sandra. Außerdem gibt es unter anderem Jobrad-Leasing, einen Zuschuss zum Smartphone, vermögenswirksame Leistungen, Zusatzversorgung für die Rente, bezuschusstes Mittagessen sowie – je nach Bereich – flexible Arbeitszeiten und in gewissem Rahmen Homeoffice. Wer keine passende ausgeschriebene Stelle findet, kann sich bei der KBL sogar initiativ und unkompliziert online bewerben.
Warum das für dich spannend sein kann? Weil du bei der KBL nicht irgendeinen abstrakten Job machst, sondern am Ende des Tages oft genau siehst, was du geschafft hast – die frisch gemähte Wiese, die geräumte Straße, den sicheren Spielplatz oder das instandgehaltene Gebäude. Gerade diese Mischung aus praktischem Ergebnis, Verantwortung und Gestaltungsspielraum macht die Arbeit für viele attraktiv. „Es ist kein Amt, wie man sich das vorstellt, mit Stempeln und genauen Vorgaben, sondern wir sind ein kreatives Team“, sagt Sandra. „Wir sind wirklich kreativ und wir sind auch sehr, sehr selbstständig und können mit unseren Entscheidungen auch viel bewirken.“ Sven beschreibt zudem, was neue Kolleginnen und Kollegen im Alltag erwartet: „Es erwartet dich ein ansprechendes Betriebsklima, nette Mitarbeiter, die dich dann auch unterstützen werden.“ Und weil viele Berufsfelder bei den KBL bislang noch stark männlich geprägt sind, sind Bewerbungen von jungen Frauen ausdrücklich willkommen.
Wer neu bei den KBL anfängt, wird dabei nicht ins kalte Wasser geworfen. Stattdessen setzen die Kommunalen Betriebe auf einen strukturierten Einstieg und persönliche Begleitung. „Jede Kollegin bekommt einen Paten zur Seite gestellt, die sie da einweist, ihr hilft, was sie wo machen muss“, erklärt Sandra. „Dann gibt es ein Einarbeitungskonzept, je nach Stelle.“ Gerade weil viele Teams vergleichsweise klein organisiert sind, sind kurze Wege und direkte Fragen ausdrücklich erwünscht.
Die Stadt täglich mitgestalten
Was die KBL dabei so besonders macht, ist nicht nur ihre Aufgabenfülle, sondern auch ihre Rolle für das Vertrauen in das Funktionieren einer Stadt. Ob saubere Straßen, sichere Spielplätze, gepflegte Grünanlagen, funktionierende Entwässerung oder neue Kita-Gebäude: Die Arbeit der KBL ist Teil der kommunalen Infrastruktur, die Menschen jeden Tag nutzen, oft ohne darüber nachzudenken. Sandra beschreibt diese Verantwortung so: „Gerade jetzt in Zeiten der politischen Veränderungen auf der Welt ist es sehr wichtig, dass der Bürger einen Ansprechpartner hat und das Gefühl hat, da ist ein System, das funktioniert.“