Stars im Tower - Fast Boy: David Guetta ist ein Vampir
Sie produzierten den EM-Song 2026. Die Brüder Lukas und Felix besser bekannt als Fast Boy. Bei ihrem Besuch bei Patrick im Tower geben sie u.a. einen Einblick in den chaotischsten Bühnenmoment.
Die Drumsticks sind weg: Der peinlichste Bühnen-Moment
Stell dir vor, du stehst kurz vor deinem Auftritt und deine Schlagzeugstöcke sind nicht da. Genau das ist Lukas schon passiert, und die Lösung, die er sich da aus dem Ärmel geschüttelt hat, ist herrlich chaotisch. Draußen vor der Venue gab's nämlich ein kleines Waldstück, und was macht man da als Musiker in der Not? Man geht raus, bricht sich Äste ab und schnitzt sich seine eigenen Drumsticks zurecht. Klingt schon fast wie eine Mutprobe, oder?
Das Problem: Selbstgemachte Äste-Sticks halten nicht ewig. "In der Mitte des Konzerts waren die halt wieder kaputt, dann muss ich wieder raus und noch mal neue holen", erzählt Lukas lachend. Für ihr Konzert am 9. Oktober im Zoom Frankfurt macht er sich deswegen schon jetzt Gedanken, allerdings eher scherzhaft: "Wie viele Bäume es denn so gibt in der direkten Umgebung, müsste ich vielleicht mich vorher mal erkundigen." Mitten in Frankfurt ist das nicht die beste Taktik.
Die Fastboy Live Tour: Kein DJ-Pult mehr, sondern volles Programm
Was dich bei der Tour erwartet, hat mit dem gewohnten Fast Boy-Sound wenig zu tun. Bisher kennt man die beiden vor allem mit elektronischem Sound und DJ-Setup, doch diesmal läuft es anders. "Wir haben die DJ, das DJ-Gerät mal zu Hause gelassen, sondern wir spielen wirklich einfach komplett live, singen beide, spielen Gitarre, Keys, Drums", erklärt Felix mit sichtbarer Vorfreude. Die Hits, die man sonst aus dem Radio kennt, bekommen dabei ein neues Gesicht: "Wir haben die ganzen Hits, die ihr aus dem Radio kennt, in ein neues Gewand gepackt, nämlich ein komplett Live-Gewand."
Am 9. Oktober ist es dann so weit, im Zoom in Frankfurt. Für die beiden ein besonderer Ort, denn Felix hat dort mal studiert und beide waren schon als Kinder oft in der Stadt unterwegs. Wer live sehen will, wie aus Radio-Hits echte Live-Nummern werden, hier gibt es noch Tickets.
Wo die Brüder wirklich aneinandergeraten
Klar, die beiden wirken im Interview eingespielt und harmonisch, aber ganz ohne Reibung geht's bei zwei Brüdern natürlich nicht. Der Ort, an dem es am meisten knallt, überrascht vielleicht: Es ist nicht die stressige Tour mit Flughafen-Hektik und Busfahrten, sondern das Studio. "Ich glaube, schlimmer ist an sich das Produzieren, weil das ist das, die letzten nitty-gritty Sachen zu machen, da wird es eher so ein bisschen anstrengend teilweise, weil da hat man auch noch mehr Meinungsverschiedenheiten kreativer Art", erklärt Felix.
Lukas kennt das Problem genau: "Das ist ja gar nicht mal so leicht, dann gemeinsamen Nenner zu finden, weil er der Meinung ist, dass seine Idee besser wäre, ich natürlich ganz anderer Auffassung bin." Auf der Tour dagegen bleibt's entspannter, da gibt's höchstens kleine Nervereien, wenn einer zu spät in der Hotel-Lobby auftaucht. Richtig eskalieren wollen die beiden aber ohnehin nie: "Wir wollen auf keinen Fall irgendwie wie so die Gallagher-Brothers von Oasis enden", stellt Lukas klar.