Nach Streit mit Finanzamt - Shakira bekommt 60 Mio. Euro zurück
Nach einem jahrelangen Rechtsstreit ist Shakira vom Vorwurf des Steuerbetrugs freigesprochen worden. Die spanische Justiz hob ein früheres Urteil gegen die Sängerin auf und forderte das Finanzamt dazu auf, der Kolumbianerin rund 60 Millionen Euro zurückzuzahlen – inklusive Zinsen und Prozesskosten. Gegen das Urteil kann allerdings noch vor dem Obersten Gericht in Madrid Berufung eingelegt werden.
Fehlende Beweise
Das Gericht stellte klar: Es konnte nicht zweifelfrei nachgewiesen werden, dass Shakira im Jahr 2011 ihren steuerlichen Wohnsitz in Spanien hatte. Darüber hinaus betonte ihr Anwaltsteam, dass sie zu diesem Zeitpunkt weder einen Wohn- noch einen Geschäftssitz im Land besaß.
Das Ende eines Albtraums
Für die Kolumbianerin ist dieses Urteil nach all den Jahren eine echte Erleichterung. In einem Statement gegenüber den spanischen Medien erklärte sie, dass sie nach „mehr als acht Jahren brutaler öffentlicher Anfeindungen“ und einer Kampagne zur Zerstörung ihres Rufs nun rehabilitiert sei. Sie habe nie betrogen, und dennoch sei sie über Jahre hinweg „als schuldig behandelt“ worden. Sie habe deshalb nächtelang nicht schlafen können. Die Affäre habe „meine Gesundheit und das Wohlbefinden meiner Familie beeinträchtigt“, hieß es weiter.
Kritik an der Justizpraxis
Ihren Triumph widmet sie „[…] den Tausenden anonymen Bürgern, die jeden Tag von einem System missbraucht und erdrückt werden, dass ihre Schuld voraussetzt und sie zwingt, ihre Unschuld aus einer wirtschaftlichen und emotionalen Ruine heraus zu beweisen“.